Das Schröpfen ist eine Therapie, die man in fast jedem Kulturbereich rund um den Erdball findet, so auch außer in Europa in China, Ägypten, Indien, usw. Es werden sogenannte Schröpfgläser, früher und heute auch andere Behältnisse, innen erwärmt und dann sofort auf die Haut aufgesetzt. Dadurch entsteht ein Vakuum, das einen Teil der Haut und des Unterhautgewebes nach innen zieht. Die Schröpfung kann "trocken" erfolgen, nach vorherigem anritzen der Haut "blutig" oder als Schröpfkopfmassage mit Öl. Jede dieser Anwendungsvarianten hat eine etwas andere Wirkung. Durch das Schröpfen kommt es zur lokalen Durchblutungssteigerung und damit wieder zur Stoffwechselanregung. Da selbst psychische Störungen zu Verspannungen der Muskulatur führen können, handelt es sich um ein nach ganzheitlichen Gesichtspunkten einzusetzendes Verfahren.
Cantharidenpflaster
Hierbei werden Blasen ziehende Spezialpflaster auf unterschiedlich große Areale geklebt, um eine so genannte Ableitung über die Haut zu bewirken. Dies wird besonders bei Rheuma, Arthritis, Gicht, Ischias, Entzündungen, Rippenfellentzündung und Flüssigkeitsansammlungen empfohlen. Eine Kombination mit der chinesischen Medizin ist möglich, z.B. bei Kindern mit chronischem Paukenerguss (ugs. "Wasser hinter dem Trommelfell") nach Mittelohrentzündungen. Dabei wird ein kleines Pflaster auf einen Akupunkturbereich hinter dem Ohr geklebt.
Magnetfeldtherapie
Die Magnetfeldtherapie wird schon lange in der Orthopädie, z.B. bei Knochenbrüchen oder Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt. In der Praxis haben sich einige Anwendungen bewährt. Vorbeugung bei Migräne durch Probleme mit der Halswirbelsäule, starke Verspannungen der Rückenmuskulatur, Lockerung der Muskulatur vor einer chiropraktischen Behandlung oder zur Verbesserung der Heilung bei Knochenbrüchen.
Phytotherapie
Die Pflanzenheilkunde ist sicherlich die älteste Therapieform der Welt. Selbst Tiere behandeln sich intuitiv mit Heilkräutern und heilkräftigen Pflanzen. Pferde fressen z.B. Weide wenn sie Salizylsäure benötigen, vielleicht haben sie Fieber, Kopfschmerzen oder Gelenkprobleme.
Unser Pferd hat auch sehr gerne Kräutermischungen gefressen und ist damit sehr alt geworden. Bekannt sind diese „Selbstanwendungen“ auch von Hunden, Katzen und anderen Wildtieren. Kräuter sorgen für eine gute Funktion der Verdauung, der Ausscheidungsorgane und schützen z.B. vor Würmern und Parasiten.
Viele alte Hausmittel sind uns geläufig, so z.B. die Kamille als Tee bei Magenproblemen oder als Dampfbad bei Erkältungen. Der Fencheltee ist bekannt als Mittel bei Blähungen und Brennnesseltee hilft oft bei rheumatischen Beschwerden.
Weniger bekannt ist hingegen, dass Kräuter und Kräutertees bei unsachgemäßem Gebrauch auch schaden können oder sich ihre Wirkung bei zu langer Einnahme ins Gegenteil verkehren kann. Wer Kräuter benutzen möchte, sollte sich ein gutes Heilpflanzenbuch besorgen und bei ungewöhnlicheren Drogen einen Phytotherapeuten oder Apotheker fragen.
